"Mitte der 80'er Jahre führten Forscher in Harvard und Yale eine Untersuchung der Heiratsgewohnheiten in den USA in Abhängigkeit von der Alterstruktur durch und kamen zu dem Schluss, dass eine 40-jährige unverheiratete Frau nur eine Chance von 1,3 % hat, noch irgendwann zu heiraten. Diese Geschichte wurde dann groß in der Presse aufgegriffen und führte weltweit zu einer Debatte über die "Heiratskrise" der Baby-Boom-Frauen. Dieses Thema passte exakt zur antifeministisch-konservativen Haltung jener Zeit [...]. Später wurde auch die Zahl von "1,3 %" angezweifelt. Die Daten der Volkszählung von 1980 wurden noch einmal untersucht und man kam zu dem Ergebnis, dass die Wahrscheinlichkeit für einen 40-jährigen weiblichen Single, noch zu heiraten, zwischen 17 und 23% lag. Die Harvard/Yale-Untersuchung war fehlerhaft gewesen.
Wer hätte das von Elite-Unis erwartet? Und was für eine monströse und den Zeitgeist massiv beeinflußende Desinformations-Kampagne wurde daraus von den Medien gemacht."
by
solon
2007-10-31 20:38
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