Interview mit dem Mitunterzeichner Prof. Hartmut Pohl: "Hartmut Pohl: Wir sehen, dass Computer immer häufiger in Geräte eingebaut werden. Wir sehen, dass wir nicht mehr beurteilen können, was diese Computer leisten. Ich nehme ein einfaches Beispiel, das Handy. Im Handy steckt ein Computer, der von außen ein- und ausgeschaltet werden kann. Wir sind so weit, dass sicherheitsbewusste Leute in Besprechungen, wo es um sehr viel Geld geht, diese Handys nicht nur ausschalten oder den Akku herausnehmen, was nicht so trivial ist, sondern die Handys einsammeln und vor dem Besprechungsraum aufbewahren, so dass auf keinen Fall abgehört werden kann. Das zeigt deutlich die Möglichkeiten. Wir werden mit dem Handy sowieso geortet und es kann jedes Gespräch aufgenommen werden [...]. Wir fordern, dass die Öffentlichkeit viel stärker informiert wird über diese Abhörmöglichkeiten, über die Identifizierungsmöglichkeiten [...] Wir wünschen uns ein Register, in das jeder Bürger reingucken kann, wo werden denn von wem Daten gespeichert und wo könnten also über mich Daten vorliegen. Dann kann ich da hin gehen und fragen 'Haben Sie auch Daten über mich?'. Aber heute ist das völlig undurchsichtig, wer über mich Daten sammeln könnte."
by
solon
2007-08-08 09:41
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