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"Auf den Punkt brachte diese Haltung die "Zeit"-Jounalistin Susanne Gaschke, die in ihrer Kolumne schlicht äußerte: "Was unerträglich ist, muss man verbieten dürfen!" In dem Artikel kritisierte sie, dass es erst Äußerungen eines Wissenschaftlers, gemeint war der umstrittene Werner Glogauer, bedurfte, um ein Verbot zu rechtfertigen. Ihrer Meinung nach gibt es eine einfache Geschmacksgrenze bei Medieninhalten, wo etwas nur "geschmacklos" ist, darüber hinaus aber auch noch eine absolute Geschmacksgrenze, jenseits derer allen Menschen ein von ihr verabscheuter Inhalt verboten werden sollte. Und zwar unabhängig davon, ob Wissenschaftler eine Schädlichkeit feststellen. [...] Viele positive Werte können eine negative Seite bekommen, wenn sie als Vorwand für Repressionen dienen. So ist die Familie für viele ein zu schützender Wert, sie wird aber eindeutig zum Un-Wert, wenn sie als Vorwand zur Sexualrepression genommen wird. Sogar das Gebot der Menschenwürde in Artikel 1 GG kann zum Un-Wert mutieren, wenn es nicht mehr echte Menschen schützt, sondern zur Reglementierung reiner Fantasiewelten zweckentfremdet wird."
by solon 2007-11-19 10:36 Computerspiele · Politik · Gesetzesinitiativen · Gewalt · Gesellschaft · Kinder · Psychologie · Medien · Ethik · Meinungsfreiheit · Rezipientenfreiheit · Bürgerrechte · Software
http://www.heise.de/tp/r4/artikel/26/26569/1.html - cached - mail it - history
"Die Polizei soll künftig Anwälte und Journalisten abhören dürfen - damit wird das Vertrauen von Klienten und Informanten gefährdet. [...] Wer auch nur entfernt andeutet, dass er nicht ausschließen kann, abgehört zu werden, der hat schlechte Karten, das notwendige Vertrauensverhältnis aufzubauen, geschweige denn umfassend informiert zu werden. [...] Die jetzt vorgesehene Aufspaltung der Zeugnisverweigerungsberechtigten in einen absolut geschützten und einen nur relativ geschützten Personenkreis ist auch sachlich nicht gerechtfertigt. Will man denn ernstlich behaupten, dass das Vertrauensverhältnis zu Seelsorgern, Abgeordneten oder Strafverteidigern schützenswerter ist als das Vertrauensverhältnis zu Ärzten, Psychotherapeuten, Schwangerschaftskonfliktberaterinnen, Journalisten sowie Anwälten, die nicht Strafverteidiger sind? [...] Ganz nebenbei: Jeder Praktiker kann ein Lied davon singen, wie kompliziert es werden dürfte, Strafverteidiger von sonstigen, nachrangig zu behandelnden Anwälten zu unterscheiden, zumal diese Übergänge in hohem Maße fließend sind."
by solon 2007-11-11 00:18 Gesetze · Gesetzesinitiativen · Vorratsdatenspeicherung · Politik · Strafverfolgung · Bürgerrechte · Medien · Meinungsfreiheit · Justiz · Psychologie · Datenschutz · Überwachung · Gesellschaft · Demokratie
http://www.sueddeutsche.de/deutschland/artikel/813/141507/ - cached - mail it - history
Der Mechanismus, kognitive Dissonanz zu vermeiden und daraufhin Entscheidungen nachträglich zu rationalisieren, scheint auf einfacheren, unbewussteren Prozessen zu beruhen, als bislang angenommen.
by solon 2007-11-07 00:34 Psychologie · Wissenschaft
http://www.nytimes.com/2007/11/06/science/06tier.html?ex=1352005200&en=85f4d9d24f75067b&ei=5088&partner=rssnyt&emc=rss - cached - mail it - history
Alle Erkenntnisse aus Soziologie, Politikwissenschaft und Psychologie haben nichts genutzt. Deutschland schlittert weiter zurück in Richtung autoritär-repressiver Staat, wie es ihn schon zu Kaiserzeiten und danach gab. Bianchi: "Diese Abwärtsspirale beinhaltet im wesentlichen Entwertungs- und Ausgrenzungserfahrungen, die Depressionen und Verzweiflung hervorrufen. Ein rigider bürokratischer Apparat behandelt die Betroffenen als Last, die möglichst rasch weggeschoben werden muß. Das verabsolutierte Kostensenkungsprinzip geht zu Lasten der Menschen und ihrer Würde. Die Aufhebung der Zumutbarkeitsgrenzen verschärft den »Gewaltakt Arbeitslosigkeit« für die Betroffenen. Sie erfahren eine psychisch und materiell sehr destruktive Entwertung ihrer Bildung und beruflichen Leistung, die für das Selbstwert- und Identitätsgefühl relevant sind."
by solon 2007-10-16 07:45 Neoliberalismus · Wirtschaft · Politik · Wirtschaftspolitik · Sozialpolitik · Hartz · Armut · Arbeitslosigkeit · Psychologie · Menschenrechte · Bürgerrechte · Gesetze · Ethik
http://www.jungewelt.de/2007/10-16/031.php - cached - mail it - history
"Es spräche vieles dafür, „dass in Staaten, in denen der Datenschutz hoch gehalten wird (...), die Kriminalität deutlich geringer ist als in solchen, in denen gesetzliche Datenschutzvorschriften lockerer sind oder gar nicht existieren.“ Und hierfür gibt es einen Grund, grob umschrieben mit dem Begriff Vertrauen. Denn auch Vertrauen ändert Verhalten, nicht nur Kontrolle. Langfristig sind Strategien, die auf Vertrauen basieren und zu Kooperation führen, sogar viel erfolgreicher – für beide Seiten. Auch das belegt die Psychologie."
by solon 2007-10-13 05:07 Datenschutz · Überwachung · Politik · Strafverfolgung · Gesellschaft · Psychologie · Ethik · Gesetze · Philosophie · Kommentiert in Schieflage.blogspot.com
http://www.zeit.de/online/2007/41/Datenschutz-Freiheit?page=all - cached - mail it - history
Gut, dass wir einen Innenminister haben, der schon im Vorfeld eines möglichen Anschlages mit einer radioaktiv-schmutzigen Bombe vom Weltuntergang spricht. Hatte ich schon gesagt, dass wir derzeit nur verantwortungslose Chaoten in der Regierung haben?
by solon 2007-09-25 14:33 Schäuble · Terrorismus · Gesellschaft · Psychologie · Politik · Ethik · Atomwaffen
http://www.24stunden.de/index.php/2007-09/panik-vor-der-dirty-bomb/ - cached - mail it - history
"'Häufig spielt Angst vor dem Unbekannten eine Rolle', erklärt der Neuropsychologe David Lewis, der das Projekt wissenschaftlich betreut. Bei manchen Menschen sei der Stress-Level beim Erstkontakt mit dem Internet so hoch wie beim Bungee-Jumping."
by solon 2007-09-15 01:33 Usability · Psychologie · Netzkultur · Gesellschaft · Kurioses
http://www.heise.de/newsticker/meldung/96029 - cached - mail it - history
"Die Zahl derer steigt, die kein Vertrauen in ihre Chefs haben. Das schadet den Firmen. Was die Beschäftigten am meisten stört: Sie bekommen wenig Wertschätzung von ihren Vorgesetzten und haben kaum Chancen, sich weiterzubilden. Wenn Beschäftigte jedoch sichere und fair bezahlte Arbeitsplätze haben, die Aufstiegschancen und Entfaltungsmöglichkeiten bieten, steigt die Produktivität ihrer Leistung."
by solon 2007-09-13 01:19 Psychologie · Arbeitspsychologie · Wissenschaft · Wirtschaft · Gewerkschaften
http://www.sueddeutsche.de/jobkarriere/artikel/533/132293/print.html - cached - mail it - history
"Für mich ist es eindeutig schlimmer, wenn sich eine solche Gewaltdynamik aus einer angeblichen Normalität entwickelt. Denn dann kann die Gewalt jederzeit wieder hervorkommen. Die Gegenmaßnahmen sind weitaus schwieriger als bei identifizierbaren organisierten Gruppen. [...] Aber vor dem Hintergrund fremdenfeindlicher Stimmungen werden Gruppengrenzen schnell aufgebaut: "Wir" auf der einen Seite, "die" auf der anderen. Wenn das dann noch durch die Hautfarbe dokumentiert wird, sind solche Dinge sehr schnell in Gang zu bringen. Der Gift der Ideologie der Ungleichwertigkeit wirkt. Da bedarf es, besonders unter dem Einfluss von Alkohol, nur noch kleiner Anlässe. Das passiert vor allem dann, wenn es sich um sehr homogene Gruppen und Einstellungen handelt. Da entsteht ein Konformitätsdruck, gerade in solchen kleinen Städten und Gemeinden wie auch in Mügeln, wo man sich kennt und wo sich kaum jemand traut, sich dagegen zu stellen."
by solon 2007-08-24 03:04 Soziologie · Psychologie · Mügeln · Gewalt · Rechtsextremismus · Kriminalität · Gesellschaft
http://www.zeit.de/online/2007/34/muegeln-heitmeyer?page=all - cached - mail it - history
"Anton Hübner war krank. Kein einfacher Patient. So wie ihn Leute beschreiben, die ihn gut kannten, handelte es sich um ein seelisches Wrack, "psychologisch gesehen um ein Pulverfass". Als Hübner Mitte Juni nach Stadelheim kam, informierte sich ein Gefängnisarzt bei Professor Norbert Müller von der Psychiatrie der Innenstadtklinik der Ludwig-Maximilians-Universität. Müller hatte den Patienten seit 2004 behandelt. [...] Der Psychiatrie-Professor erteilte Auskunft. Seine eigenen Fragen bezüglich des Patienten aber seien abgeblockt worden, sagt er. Und für die schweren Depressionen, die Hübner Jahre, wenn nicht Jahrzehnte geplagt hatten, schien sich in Stadelheim niemand zu interessieren. "Depressionen waren nicht das Thema", räumt der Stadelheimer Arzt ein. Er fühlte sich kompetent genug, den Zustand des Häftlings zu beurteilen. Also beließ es der Gefängnismediziner, ein Internist, bei dieser einzigen Konsultation von Hübners Vertrauensarzt. Immerhin sei der Häftling dreimal Anstaltspsychiatern vorgeführt worden. Auch als Hübner aus der Krankenstation in die Einzelzelle verlegt wurde, fragte den Professor, eine international anerkannte Kapazität, niemand mehr. Dieser hätte Hübners Bitte um eine Einzelzelle "nicht entsprochen", wegen Suizidgefahr."
by solon 2007-08-24 00:50 Strafvollzug · Medizin · Psychologie · Ethik · Behörden · Psychiatrie
http://www.sueddeutsche.de/muenchen/artikel/522/129304/ - cached - mail it - history
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