"Von 16 Polizeibeamtinnen, die in den vergangenen drei Jahren in Herzogaus ausgebildet worden waren, seien 15 vernommen worden. Alle Zeuginnen hätten die in dem anonymen Brief beschriebenen Vorfälle bestritten. Die „Erstlingshundeführertaufe“ am Ende der zehn- bis zwölfwöchigen Lehrgänge sei nicht als eine „Mordsgaudi“ gewesen. [...] An der Glaubwürdigkeit der Zeugenaussagen bestehe kein Zweifel, schreibt die Staatsanwaltschaft. „Ein förmliches Ermittlungsverfahren wird deshalb nicht eingeleitet.“ Sollte also der Fall Herzogau gar kein Polizeiskandal gewesen sein? Handelt es sich vielleicht nur um die falschen Anschuldigungen eines zartbesaiteten Beamten, der keinen Spaß versteht? Oder ist der Skandal womöglich noch größer? Handelt er nicht nur von menschenverachtenden Umtrieben in den Reihen der bayerischen Polizei, sondern auch von einem Klima der Angst, von Kadavergehorsam, braunem Ungeist und Vertuschung, durch wen auch immer?" - Ich tippe eher auf Letzteres. Und ich tippe sogar darauf, dass die Staatsanwaltschaft die meiste Angst bei der Sache hat, bedrängt von Politik und Polizei, die Sache doch bitte schön auf sich ruhen zu lassen. Deutschland im Jahr 2007 halt.
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solon
2007-11-02 17:43
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